Versicherten­stammdatenabgleich macht Probleme

Dortmund – Beim Test der Telematik-Infrastruktur zum Versichertenstammdaten­abgleich, an dem auch 80 Praxen in Westfalen-Lippe beteiligt sind, gibt es offenbar ein Problem, mit dem zuvor niemand gerechnet hatte. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) bei der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV hingewiesen.

„Die Funktionsstörungen sind von drei auf zwölf Prozent gestiegen“, berichtete KVWL-Vorstand Thomas Müller. „Am häufigsten war dabei, dass die elektronische Gesundheitskarte nicht lesbar war, weil sie veraltet oder abgelaufen war.“ Am zweithäufigsten seien Probleme mit den Konnektoren gewesen. Die KVWL habe diese Probleme der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte gemeldet.

Kein Wettbewerb möglich

Inzwischen gebe es einen Beschluss der gematik, dass die Industrie die Mängel beseitigen und die Kassen die Gesundheitskarten der ersten Generation gegen die der zweiten Generation austauschen sollen.

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